LIKE A CANDLE IN THE WIND!

Time to say Goodbye! Theresa May hat jegliche Kraft aufgewendet, um das britische Parlament doch noch vom geregelten Austritt zu überzeugen - doch alle Bemühungen waren für die Katz!

 

Jetzt geht es los! Das größte "ICH-PACKE-MEINEN-KOFFER"-Spiel der Nachkriegsgeschichte. Wer die Insel noch verlassen kann, flieht! Bald kommen die Wirtschaftsflüchtlinge nicht mehr über die Straße von Gibralta sondern über den Ärmelkanal!

 

Ich bin gespannt und auch mir geht es wie euch: Ich kann es nicht mehr hören! Als ob nichts unsere begrenzte Welt mehr bewegt als eine Insel irgendwo im Westen, auf der es ständig regnet und deren Lieblingswort der letzten Tage "Nein!" ist. Wollt ihr in der EU bleiben? - Nein! Wollt ihr einen harten Brexit? - Nein! Wollt ihr den Vertrag mit der EU? - Nein! Es wird dann wieder eine harte Grenze geben, wollt ihr das? - Nein! Habt ihr noch eine Quintessenz an Hirnmasse? - Nein!

 

DANN GEHT DOCH ENDLICH! Das britische Volk war an die Urnen gebeten, um gemeinsam eine Abstimmung zum Verbleib des Königreichs in der EU zu fällen. Leider konnten die Brexit-Befürworter mehr Menschen mobilisieren und nun muss ein ganzes Land mit den Konsequenzen leben. Aus meiner Sicht wäre ein zweites Referendum sinnvoll, aber hierzu muss noch mehr passieren und ich zweifle stark daran, dass sich bis zum 12. April genug Menschen in Schwung setzen, um einen harten Brexit zu stoppen!

Gerne würde ich einen Rettungsring werfen, Schwimmwesten an die lokale Bevölkerung verteilen, Rettungsboote ins Wasser lassen, um die EU-liebenden Briten vor dem Ertrinken zu retten. Es ist wie bei einer Schiffshavarie, der viele Menschen zusehen, dem Kapitän einen anderen Kurs zurufen, dieser jedoch nur auf seine Crew hört und mit voller Kraft auf das Riff zu fährt.

Was einst ein über die ganze Welt verstreutes Imperium war, ist nun nur noch ein Zusammenschluss von verhältnismäßig kleinen Inseln, auf denen die Autos in die falsche Richtung fahren, man für Alkohol und Fußball einen Haufen Geld ausgibt und in manchen Ecken des Landes mehr Schaafe als Einwohner zählt. Wer Chips zu Pommes sagt und zu Chips Crisps, Fisch in Zeitungspapier mit Essig isst und sich zum Frühstück Bohnen in Tomatensauce kocht, wird meines Erachtens kulinarisch nicht der größte Verlusst für die EU sein.

 

Nichts desto trotz macht die Vielfalt unsere EU erst zu dem, was sie ist. Ich sehe eine große Gefahr für unsere europäische Gesellschaft beim Verlusst des seit 1973 zur Europäischen Gemeinschaft gehörenden Landes, dessen Name vom keltischen "brith" abstammt, was widerum "buntfarbig" oder "fleckig" heißt.

 

Liebe Briten, um einen eurer Mitbürger zu zitieren: "And it seems to me, you lived your life, like a candle in the wind" (Sir Elton John). Nutzt noch die letzten beiden Wochen, packt die Koffer und kommt aufs Festland! Auch diese Hürde schaffen wir!